Krankentagegeld für GmbH Gesellschafter-Geschäftsführer: Der vollständige Leitfaden 2026
Ein GmbH-Geschäftsführer ist kein normaler Arbeitnehmer. Er ist ein Organ der Gesellschaft, und das ändert im Krankheitsfall alles.
GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer sind kein normaler Arbeitnehmer. Das Entgeltfortzahlungsgesetz gilt nicht, gesetzliches Krankengeld ist gedeckelt oder entfällt ganz. Wer falsch absichert, riskiert den finanziellen Totalausfall und die verdeckte Gewinnausschüttung. Der DKV Tarif TL ist die einzige Lösung, die Bruttogehalt bis 15.600 Euro als Betriebsausgabe absichert und gleichzeitig die GmbH-Liquidität vollständig schützt.
Wer als Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF) falsch absichert, riskiert im Ernstfall nicht nur einen finanziellen Totalausfall, sondern auch steuerliche Fallstricke wie die verdeckte Gewinnausschüttung (vGA). Dieser Leitfaden zeigt Ihnen die vollständige Lösung, von den rechtlichen Grundlagen bis zum optimalen Rückdeckungskonzept.
Wichtig: Prüfen Sie zuerst, ob Ihr aktueller Geschäftsführer-Dienstvertrag überhaupt eine rechtskräftige Lohnfortzahlung vorsieht.
Auf den Punkt:
Als GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer haben Sie keinen gesetzlichen Anspruch auf Krankengeld. Alles, was Sie im Krankheitsfall erhalten, muss im Dienstvertrag geregelt sein.
Stand: März 2026
II. So groß ist Ihre Einkommenslücke wirklich
Als GGF haben Sie keinen gesetzlichen Anspruch auf Lohnfortzahlung oder Krankengeld. Was die GmbH im Krankheitsfall zahlt, hängt ausschließlich vom Anstellungsvertrag ab. GKV-Krankengeld ist für GGF auf rund 128 Euro täglich gedeckelt. Bei 8.000 Euro Bruttogehalt fehlen jeden Monat über 4.500 Euro. Ohne Rückendeckungsversicherung trägt die GmbH das gesamte Liquiditätsrisiko.
Die Lohnfortzahlungs-Falle: Warum GGF wie Selbstständige haften
Es ist ein weit verbreiteter und gefährlicher Irrglaube unter GmbH-Geschäftsführern: Viele vereinbaren ein Krankentagegeld erst ab dem 43. Tag, weil sie fälschlicherweise von einem gesetzlichen Anspruch auf 6 Wochen Lohnfortzahlung ausgehen.
Die Realität: Als GGF haben Sie keinen gesetzlich vorgeschriebenen Anspruch auf Gehaltsfortzahlung. Ohne eine individuelle und wasserdichte Regelung in Ihrem Geschäftsführer-Dienstvertrag erhalten Sie im Krankheitsfall ab dem ersten Tag null Euro. Sie werden rechtlich wie ein Selbstständiger behandelt.
Unternehmensschutz statt nur Einkommensschutz
Das Krankentagegeld für GGF ist weit mehr als nur ein privater Einkommensersatz. Es ist aktiver Unternehmensschutz. Wenn die GmbH Ihr Gehalt ohne entsprechende Rückdeckung weiterzahlen muss, während gleichzeitig durch Ihren Ausfall Einnahmen wegbrechen, entsteht ein massives Liquiditätsproblem.
Besonders bei Firmen mit geringer Kapitalausstattung führt dieser Doppelschlag aus laufenden Fixkosten und fehlendem Umsatz oft in kürzester Zeit zur Zahlungsunfähigkeit und damit zur Insolvenz.
GKV oder PKV? Mangelnde Abstimmung gefährdet die Existenz
- GKV-versicherte GGF: Sie haben keinen automatischen Anspruch auf Krankengeld. Ohne eine explizite Wahlerklärung gegenüber Ihrer Krankenkasse gibt es im Ernstfall keine Leistung. Zudem ist das Krankengeld 2026 bei ca. 128 Euro pro Tag gedeckelt. Bei einem Geschäftsführergehalt von 8.000 Euro monatlich fehlen somit über 4.500 Euro jeden Monat.
- PKV-versicherte GGF: Die Absicherung muss komplett eigenverantwortlich gelöst werden. Wer hier auf gesetzliche Mechanismen vertraut, die für Organpersonen nicht existieren, steht im Ernstfall ohne jegliche liquiden Mittel da.
Vergleich: Gesetzliches Krankengeld vs. GGF-Rückdeckung (Tarif TL)
Für Angestellte ist die GKV ein Sicherheitsnetz. Für GmbH-Geschäftsführer ist sie oft eine finanzielle Sackgasse. Der direkte Vergleich (Stand 2026):
| Leistungsmerkmal | GKV (gesetzlich)* | DKV Tarif TL (GGF) |
|---|---|---|
| Max. Tagessatz | ca. 128,33 Euro (gedeckelt an BBG 2026) | 520,00 Euro (Marktspitze) |
| Berechnungsbasis | 70 % vom Netto (max. 90 % vom Netto) | 100 % vom Brutto |
| Steuerlicher Effekt | Privatleistung (keine Absetzbarkeit) | 100 % Betriebsausgabe |
| U1-Umlage Erstattung | Ausgeschlossen (GGF erhält 0 Euro) | Vollständige Erstattung |
| Endalter | Regelaltersgrenze (endet meist mit 67) | 75. Lebensjahr (trotz Rentenbezug) |
*GKV-Leistungen für GGF nur bei aktiver Wahlerklärung (Wahltarif) möglich, andernfalls 0 Euro Anspruch.
Das Ergebnis: Ein GGF mit 10.000 Euro Bruttogehalt hat in der GKV eine Lücke von über 6.000 Euro monatlich. Der Tarif TL schließt diese Lücke und macht die Absicherung zur steuerlich geförderten Unternehmensinvestition.
Finanz-Check GGF 2026
Gesetzliche Lohnfortzahlung:
Nicht vorhanden
GKV-Krankengeld:
Nur bei aktiver Wahlerklärung und
gedeckelt (BBG 2026)
Liquiditätsrisiko:
Gehalt muss aus Rücklagen
finanziert werden
Achtung: Insolvenzgefahr bei fehlender Rückdeckung!
Vergleich: Gesetzliches Krankengeld vs. GGF-Rückdeckung (Tarif TL)
Für Angestellte ist die GKV ein Sicherheitsnetz – für GmbH-Geschäftsführer ist sie oft eine finanzielle Sackgasse. Sehen Sie hier den direkten Vergleich der Leistungen (Stand 2026):
| Leistungsmerkmal | GKV (Gesetzlich)* | DKV Tarif TL (GGF) |
|---|---|---|
| Max. Tagessatz | ca. 128,33 € (gedeckelt an BBG 2026) |
520,00 € (Marktspitze) |
| Berechnungsbasis | 70 % vom Netto (max. 90 % vom Netto) |
100 % vom Brutto (inkl. Fixum, KFZ, bAV) |
| Steuerlicher Effekt | Privatleistung (keine Absetzbarkeit) |
100 % Betriebsausgabe (Senkt GmbH-Steuerlast) |
| U1-Umlage Erstattung | Ausgeschlossen (GGF erhält 0 € von Kasse) |
Vollständige Erstattung (Liquidität für GmbH) |
| Endalter | Regelaltersgrenze (endet meist mit 67) |
75. Lebensjahr (trotz Rentenbezug möglich) |
*Hinweis: GKV-Leistungen für GGF nur bei aktiver Wahlerklärung (Wahltarif) möglich, andernfalls besteht 0 € Anspruch.
Das Ergebnis: Ein GGF mit 10.000 € Bruttogehalt hat in der GKV eine Lücke von über 6.000 € monatlich. Der Tarif TL schließt diese Lücke nicht nur, sondern macht die Absicherung zur steuerlich geförderten Unternehmensinvestition.
III. Die clevere Lösung: Krankentagegeld über die GmbH (DKV Tarif TL)
Der DKV Tarif TL ist das einzige Produkt am deutschen Markt, bei dem die GmbH als Versicherungsnehmer auftritt und das volle Bruttogehalt bis 15.600 Euro monatlich absichert. Im Leistungsfall fließt das Krankentagegeld direkt auf das Firmenkonto. Die Beiträge sind für die GmbH eine voll abzugsfähige Betriebsausgabe. Nach Steuerabzug bei 35 Prozent beträgt der effektive Aufwand nur rund 81 Euro monatlich statt 335 Euro privat.
Das GmbH-KTG-Konzept: Rückdeckung statt Risiko
Die Lösung für das existenzielle Liquiditätsrisiko Ihrer Gesellschaft ist die sogenannte Rückdeckungsversicherung. Hierbei tritt die GmbH als Versicherungsnehmerin auf, während Sie als Geschäftsführer die versicherte Person sind.
Im Krankheitsfall erstattet die Versicherung Ihrer GmbH das volle Bruttogehalt für bis zu 12 Monate. Diese Mittel ermöglichen es der GmbH, das Gehalt gemäß Anstellungsvertrag weiterzuzahlen, ohne die eigenen Rücklagen angreifen zu müssen.
100% Betriebsausgabe
Beiträge sind bei korrekter Vertragsgestaltung voll absetzbar.
Schutz bis 75 J.
Absicherung auch bei Altersrente möglich, sofern weiter als GGF tätig.
Ein entscheidender Vorteil: Die Leistung fließt liquiditätsneutral an die GmbH. Nach der 12-monatigen Brutto-Erstattung sichert der DKV Tarif KTAG den Netto-Bedarf ab dem 365. Tag bis zur Berufsunfähigkeit weiter ab.
Effektiver Aufwand (Beispiel):
GGF (49 J.), 8.000 Euro Brutto,
Leistungsbeginn ab 8. Tag:
- Monatsbeitrag (vor Steuern): 192,50 €
- ./. Körperschaftsteuer (15%): 28,88 €
- ./. Gewerbesteuer (ca. 15%): 28,63 €
- ./. Solidaritätszuschlag: 1,59 €
Netto-Aufwand GmbH: 133,40 €
Sicherung von 8.000 Euro Bruttogehalt bei nur ca. 133 Euro effektivem Aufwand.
Rechtssicherheit und vGA-Vermeidung
Die Abstimmung zwischen Anstellungsvertrag und Versicherung ist essenziell, um eine verdeckte Gewinnausschüttung zu vermeiden. Nur wenn die Karenztage exakt synchronisiert sind, bleibt das Konzept steuerlich unangreifbar. Eine mangelnde Abstimmung führt unweigerlich zu steuerlichen Nachteilen. Mehr dazu: Verdeckte Gewinnausschüttung: Was GGF wissen müssen .
Abstimmungs-Check anfordern →IV. Die 5-Schritte-Strategie: So sichern Sie sich richtig ab
Die optimale GGF-Absicherung folgt fünf Schritten: Bruttogehalt als Bemessungsgrundlage festlegen, Leistungsbeginn wählen (4./8./15./22. Tag), zwölf Monate Lohnfortzahlung im Anstellungsvertrag verankern, private Altverträge prüfen und anpassen, privates Krankentagegeld ab dem 365. Tag als zweite Stufe abschließen. Alle fünf Schritte müssen aufeinander abgestimmt sein.
Schritt 1: Das Bruttogehalt der Abrechnung als Basis
Für die Rückdeckung zählt ausschließlich das volle Bruttogehalt Ihrer Gehaltsabrechnung. Versichert werden kann ein Bruttogehalt von maximal 15.600 Euro monatlich.
Schritt 2: Wahl des Leistungsbeginns
Sie entscheiden, ab welchem Tag der Arbeitsunfähigkeit die GmbH die Erstattung erhalten soll: ab dem 4., 8., 15. oder 22. Tag. Sie erhalten von uns einen übersichtlichen Vorschlag auf einer einzigen Seite mit allen Leistungsbeginnen, den exakten Beiträgen und dem monatlichen Netto-Aufwand für Ihre GmbH. Diese Beiträge sind für die GmbH voll absetzbare Betriebsausgaben.
Schritt 3: 12 Monate Lohnfortzahlung im Anstellungsvertrag
Wir empfehlen, eine Lohnfortzahlung von zwölf Monaten im Geschäftsführer- Anstellungsvertrag zu vereinbaren. Wir unterstützen Sie mit einem steuerberatergeprüften Nachtrag, um diese Regelung liquiditätsschonend und rechtssicher zu verankern. Mehr dazu: GGF-Dienstvertrag: 5 Must-Haves .
Schritt 4: Prüfung privater Altverträge
Bestehende private Krankentagegelder müssen geprüft werden. Da Ihr Gehalt durch die 12-monatige Fortzahlung gesichert ist, würden diese Verträge aufgrund des Bereicherungsverbots ruhen. Wir helfen Ihnen, diese Verträge zu beenden oder den Leistungsbeginn auf den 365. Tag zu verlegen, um unnötige Kosten zu vermeiden.
Schritt 5: Private Netto-Sicherung ab dem 13. Monat
Ab dem 365. Tag sichern wir Ihr Einkommen über den DKV Tarif KTAG privat ab. Die Beiträge zahlen Sie von Ihrem Privatkonto. Der Tarif KTAG deckt bis zu 80 Prozent Ihres Bruttogehalts ab und hält Ihren Lebensstandard dauerhaft stabil.
GGF-Strategie 2026
- Max. Brutto: 15.600 €
- Max. Satz: 520 € / Tag
- Optionen: 4, 8, 15, 22 Tage
- Privat-Schutz: 80 % vom Brutto
Inklusive Ein-Seiten-Vorschlag für die GmbH!
V. KTG und BU: Der garantierte, nahtlose Übergang
Der nahtlose Übergang vom Krankentagegeld zur BU-Rente ist die größte Lücke in der GGF-Absicherung. Die Prüfung auf Berufsunfähigkeit kann zwei bis drei Jahre dauern. Ohne das kombinierte DKV-ERGO-Konzept entsteht ein Finanzierungs-Vakuum zwischen Ende des Krankentagegeldes und Beginn der BU-Rente. Das Übergangskonzept übernimmt die DKV-Entscheidung direkt und startet die Rentenzahlung ohne erneute Prüfung.
Die Zeitachse: 12 Monate GmbH-Rückdeckung, danach privat
Die Absicherung über Ihre GmbH (Tarif TL) erstattet das Bruttogehalt für die ersten 12 Monate der Krankheit. Sollten Sie über diesen Zeitraum hinaus weiterhin arbeitsunfähig sein, beginnt unmittelbar die Zahlung Ihres privaten Krankentagegeldes. Diese private Vorsorge leistet so lange, bis Sie wieder gesund sind oder eine Berufsunfähigkeit (BU) medizinisch festgestellt wird.
Sicherheit beim Übergang zur BU-Rente
Eine Prüfung auf Berufsunfähigkeit kann zwei bis drei Jahre dauern. Sobald dieser Status feststeht, endet der Krankentagegeld-Anspruch kraft Gesetz. Damit Sie nicht monatelang ohne Einkommen dastehen, nutzen wir das exklusive Übergangskonzept zwischen DKV und ERGO: Die Entscheidung der DKV zur Berufsunfähigkeit wird von der ERGO direkt übernommen. Die Rentenzahlung beginnt automatisch und ohne jede erneute Prüfung.
Szenario A: Das 6-monatige Zahlungs-Loch
Die Situation:
GGF Michael S. ist seit 24 Monaten
wegen Burnout krankgeschrieben.
Ein Gutachter stellt fest: Die
Arbeitsunfähigkeit ist voraussichtlich
dauerhaft. Er ist berufsunfähig.
Das Risiko:
Bei Standard-Tarifen endet das
Krankentagegeld sofort. Die
BU-Versicherung beginnt jedoch
erst nach eigener, oft
monatelanger Prüfung zu zahlen.
Die Lösung:
Unser kombiniertes Konzept
verhindert dieses Finanz-Vakuum.
Das KTG fließt so lange weiter,
bis die ERGO-Rente final
bewilligt ist.
Szenario B: Die Umorganisations-Falle für GGF
Die Situation:
Ein Geschäftsführer im Handwerk
kann körperlich nicht mehr
voll mitarbeiten.
Die Falle:
Viele BU-Versicherer verlangen,
dass der GGF seinen Betrieb
umorganisiert, zum Beispiel
durch Einstellung eines
Assistenten, um die BU-Zahlung
zu vermeiden.
Die Lösung:
In unseren spezialisierten
Bedingungen ist die
Umorganisation für GGF
kleiner Betriebe oft
ausgeschlossen oder stark
eingeschränkt. Wir sichern
Ihren Status als Kopf des
Unternehmens.
Experten-Tipp: Grundfähigkeit als BU-Alternative im Handwerk
Wenn Sie als GGF handwerklich oder körperlich tätig sind, ist eine Grundfähigkeitsversicherung oft die bessere Wahl . Sie leistet bereits beim Verlust physischer Grundfunktionen wie Knien, Heben oder Greifen.
Ihr finanzieller Vorteil: Die Beiträge sind in der Regel deutlich günstiger als bei einer klassischen BU-Rente.
Erfahren Sie mehr über die Vorteile der Grundfähigkeitsabsicherung .
Ihre Sicherheits-Kette
- Monat 1 bis 12: Volle Brutto-Rückdeckung
- Ab Monat 13: Privat-KTG bis BU-Eintritt
- BU-Eintritt: Automatische Rente (ERGO)
- Handwerk-Tipp: Grundfähigkeitsschutz
Vermeiden Sie das 3-Jahre-Finanzloch!
VI. Experten-Tipps: Worauf Sie im Leistungsfall achten müssen
Im Leistungsfall gilt beim Tarif TL eine strikte Meldefrist: Die Arbeitsunfähigkeit muss spätestens fünf Tage nach Ablauf des vereinbarten Leistungsbeginns gemeldet sein. Wer den Leistungsbeginn ab dem 15. Tag gewählt hat, muss spätestens am 20. Krankheitstag melden. Einzigartig: Der Tarif TL kann bis zum 75. Lebensjahr weitergeführt werden, auch bei gleichzeitigem Altersrentenbezug, sofern Sie weiterhin als GGF tätig sind.
Präzise Meldefristen: So sichern Sie Ihren Anspruch
Im Tarif TL ist die Meldung der Arbeitsunfähigkeit an eine klare Frist gebunden: Die Meldung muss spätestens innerhalb von 5 Tagen nach Ablauf des vereinbarten Leistungsbeginns erfolgen.
Ein konkretes Beispiel: Haben Sie einen Leistungsbeginn ab dem 15. Tag gewählt, muss die Meldung spätestens am 20. Tag bei der Versicherung eingegangen sein. Alles, was zeitlich vor dem gewählten Leistungsbeginn liegt, muss der Versicherung nicht gemeldet werden.
Krankentagegeld trotz Altersrente: Ein außergewöhnlicher Marktvorteil
Einzigartig am Tarif TL ist, dass der Bezug einer Altersrente nicht zur automatischen Beendigung des Schutzes führt. Während fast alle herkömmlichen Krankentagegelder in diesem Moment enden, können Sie diese Absicherung bis zum 75. Lebensjahr fortführen, sofern Sie weiterhin aktiv als Geschäftsführer tätig sind. Das bietet eine im Marktvergleich seltene Planungssicherheit für die Zeit nach dem klassischen Renteneintritt.
| Leistungsmerkmal | DKV Tarif TL | Marktdurchschnitt |
|---|---|---|
| Maximaler Tagessatz | 520 Euro | ca. 250 bis 300 Euro |
| Max. Endalter | 75 Jahre | 65 bis 70 Jahre |
| KT trotz Rente | Ja (bei Tätigkeit) | Nein (fast immer Ende) |
| Leistungsbeginn | ab 4. Tag flexibel | meist erst ab 43. Tag |
Checkliste Leistungsfall
- Meldung: 5 Tage nach Leistungsbeginn
- Ärztlicher Pendelbogen / Diagnose
- Gehaltsnachweis (bei über 205 Euro KT)
- Nachweis AU (AG-Bescheinigung)
Planungssicherheit bis 75, auch mit Rente!
VII. Rechtliche und steuerliche Sicherheit: So vermeiden Sie die vGA-Falle
Damit die Rückdeckung steuerlich anerkannt wird, muss die GmbH zwingend als Versicherungsnehmerin auftreten. Der Anstellungsvertrag muss eine ausdrückliche Lohnfortzahlungsklausel von zwölf Monaten enthalten und einem Fremdvergleich standhalten. Ein schriftlicher Gesellschafterbeschluss vor Vertragsabschluss ist Pflicht. Nur die exakte Synchronisation aller drei Dokumente verhindert die vGA-Einstufung bei der Betriebsprüfung.
Die GmbH als Versicherungsnehmer: Das steuerliche Fundament
Damit die Rückdeckung Ihres Bruttogehalts steuerlich anerkannt wird, muss die GmbH zwingend als Versicherungsnehmerin auftreten. Sie als Geschäftsführer sind dabei die versicherte Person. In dieser Konstellation fließen die Leistungen im Krankheitsfall direkt an die GmbH, welche diese Mittel nutzt, um Ihre Gehaltsfortzahlung liquiditätsneutral zu finanzieren.
Praxis-Szenario A: Der teure Krankheitsfall bei der Betriebsprüfung
Die Situation:
GGF Peter M. ist 4 Monate
schwer krank. Die GmbH zahlt
sein Gehalt von 10.000 Euro
monatlich weiter. Im
Anstellungsvertrag steht jedoch
noch die Standardklausel
"Lohnfortzahlung für 6 Wochen".
Der GAU:
Drei Jahre später findet eine
Betriebsprüfung statt. Der
Prüfer stellt fest: Die
Gehaltszahlung über die
6. Woche hinaus hatte keine
vertragliche Grundlage.
Die Folge:
Die 2,5 Monate Zusatzgehalt
werden als verdeckte
Gewinnausschüttung gewertet.
Mehr dazu:
30.000 Euro Steuernachzahlung
vermeiden
.
Szenario B: Rechtssicherheit durch Fremdvergleich
Die Lösung:
Durch einen
steuerberatergeprüften Nachtrag
wird die Lohnfortzahlung im
Vertrag exakt auf 12 Monate
erweitert.
Das Argument:
Da die GmbH eine
Rückdeckungsversicherung
abgeschlossen hat, ist die
Zusage wirtschaftlich
vernünftig und hält dem
Fremdvergleich stand. Ein
ordentlicher Geschäftsleiter
würde einem angestellten
Manager diese Zusage geben,
wenn sie durch eine Versicherung
kostenneutral abgedeckt ist.
Das Finanzamt akzeptiert die
Beiträge damit als 100 Prozent
Betriebsausgabe.
Der steuerliche Vorteil: 100 Prozent Betriebsausgabe
Die Beiträge für den Tarif TL sind für die GmbH bei richtiger Gestaltung voll als Betriebsausgaben absetzbar. Dies mindert unmittelbar die Steuerlast Ihres Unternehmens. Voraussetzung ist, dass die Gehaltsfortzahlung im Anstellungsvertrag klar geregelt ist und einem Fremdvergleich standhält. Die steuerliche Anerkennung im Einzelfall bestätigt Ihr Steuerberater.
vGA-Prävention durch den Experten-Check
Wir unterstützen Sie aktiv dabei, dass die Zusage der Gehaltsfortzahlung und die Versicherungsleistung rechtlich harmonieren. Nur die exakte Synchronisation stellt sicher, dass die Beiträge steuerlich unangreifbar bleiben. Mehr zur vGA: Verdeckte Gewinnausschüttung: Was GGF wissen müssen .
Hinweis: Alle Informationen zu steuerlichen Aspekten beruhen auf der Beratungserfahrung von Bodo Kopka als Versicherungsfachwirt BAV. Sie stellen keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Ziehen Sie für die individuelle steuerliche und rechtliche Prüfung unbedingt einen Steuerberater und Rechtsbeistand hinzu.
Steuer-Check 2026
- Beiträge: 100 % Betriebsausgabe
- Leistung: Steuerfreie Einnahme (Rückdeckung)
- vGA-Schutz: Durch Vertrags-Synchronisation
- Voraussetzung: Schriftlicher Nachtrag
Vermeiden Sie Nachzahlungen bei der Betriebsprüfung!
Vorsicht: Die vGA-Falle bei der Betriebsprüfung
Wird Ihr Gehalt im Krankheitsfall falsch weitergezahlt, drohen massive Steuernachzahlungen. Vermeiden Sie den Klassiker der verdeckten Gewinnausschüttung durch eine rechtssichere Gestaltung.
VIII. Fazit: Maximale Liquidität und Rechtssicherheit für GmbH-Chefs
Der DKV Tarif TL ist weit mehr als ein Krankentagegeld. Er ist ein ganzheitliches Rückdeckungskonzept für GmbH-Geschäftsführer: Bruttogehalt bis 15.600 Euro, 100 Prozent Betriebsausgabe, vGA-Schutz durch geprüfte Vertragsnachträge, Schutz bis zum 75. Lebensjahr und nahtloser Übergang zur ERGO-BU-Rente. Vier Bausteine, ein wasserdichtes Konzept.
Warum warten? Sichern Sie Ihr Einkommen jetzt ab.
Die Absicherung über den Tarif TL der DKV ist weit mehr als eine einfache Krankentagegeld-Versicherung. Es ist ein ganzheitliches Rückdeckungskonzept, das speziell auf die Bedürfnisse und die steuerliche Situation von GmbH-Geschäftsführern zugeschnitten ist.
Durch die Berücksichtigung des vollen Bruttogehalts bis zu 15.600 Euro und den garantierten, nahtlosen Übergang in die BU-Rente der ERGO eliminieren Sie alle existenzbedrohenden Risiken einer längeren Krankheit.
Ihre Vorteile auf einen Blick:
- Steuervorteil: Beiträge sind zu 100 Prozent Betriebsausgaben.
- Liquidität: Lohnfortzahlung ohne Belastung der GmbH-Kasse.
- Rechtssicherheit: vGA-Schutz durch geprüfte Vertragsnachträge.
- Flexibilität: Schutz bis zum 75. Lebensjahr, auch bei Rentenbezug.
Überlassen Sie Ihre finanzielle Sicherheit nicht dem Zufall oder lückenhaften Standard-Verträgen. Nutzen Sie unsere Expertise und lassen Sie uns gemeinsam Ihre individuelle 5-Schritte-Strategie umsetzen.
Ihre nächsten Schritte
- Anfrage senden: Nutzen Sie unser Formular.
- Vorschlag prüfen: Sie erhalten Ihren Ein-Seiten-Vorschlag.
- Beratungstermin: Wir klären Details und den Anstellungsvertrag.
- Umsetzung: Wir begleiten Sie bis zur Policierung.
Unverbindlich für Sie als GGF
Sichern Sie sich die exklusive Rückdeckung für 2026.
IX. Spezialthemen und die häufigsten Fehler der GGF-Absicherung
Sechs Fehler kosten GGF in der Praxis am meisten: Karenzzeit passt nicht zum Anstellungsvertrag, nur Netto statt Brutto abgesichert, Schutz endet mit 65 statt 75, fehlender Nachtrag zum Anstellungsvertrag, Meldefrist von fünf Tagen versäumt und kein nahtloser Übergang zur BU-Rente. Wer alle sechs Punkte kennt und vermeidet, hat die stärkste GGF-Absicherung am Markt.
Statusfeststellung: Sozialversicherung richtig managen
Ein ungeklärter Sozialversicherungsstatus ist eines der größten Risiken für GmbH-Chefs. Wird im Rahmen einer Betriebsprüfung festgestellt, dass Sie doch sozialversicherungspflichtig sind, hat dies massive Auswirkungen auf Ihre Absicherung. Erfahren Sie hier, wie Sie rechtssicher Ihren Status managen .
Keine Erstattung über die U1-Umlage
Geschäftsführer sind vom gesetzlichen U1-Umlageverfahren ausgeschlossen. Während die GmbH für Angestellte bis zu 80 Prozent der Kosten zurückerhält, trägt sie Ihr Gehaltsrisiko zu 100 Prozent allein. Der Tarif TL schließt genau diese finanzielle Lücke liquiditätsneutral für das Unternehmen.
UG (haftungsbeschränkt): Erhöhtes Liquiditätsrisiko
Gerade bei einer UG mit geringer Kapitalrücklage führt ein krankheitsbedingter Ausfall des GGF oft binnen weniger Wochen zur Zahlungsunfähigkeit. Da Fixkosten und Gehalt weiterlaufen, während die Arbeitskraft fehlt, ist die Rückdeckung hier kein Luxus, sondern ein essenzieller Baustein des Unternehmensschutzes.
Krankentagegeld trotz Altersrente: Schutz bis 75 Jahre
Ein besonderer Vorteil des Tarifs TL: Die Absicherung kann selbst dann fortgeführt werden, wenn Sie bereits eine Altersrente beziehen, sofern Sie weiterhin aktiv als Geschäftsführer tätig sind. Dies ist im Markt absolut außergewöhnlich, da die meisten Krankentagegelder mit Renteneintritt automatisch enden. Ihr Schutz bleibt bis zum 75. Lebensjahr bestehen.
Die 6 teuersten Fehler
- Synchronisationsfehler: Karenzzeit passt nicht zum Anstellungsvertrag.
- Netto-Falle: Nur Netto statt Brutto (max. 15.600 Euro) abgesichert.
- Alter: Schutz endet mit 65 statt mit 75 Jahren.
- vGA-Risiko: Fehlender Nachtrag zum Anstellungsvertrag.
- Meldefrist: Meldung erst nach 4 Wochen (Frist: 5 Tage).
- BU-Loch: Kein nahtloser Übergang zur BU-Rente.
Nutzen Sie unsere Checkliste zur Prüfung Ihrer Absicherung!
X. Häufig gestellte Fragen von GmbH-Geschäftsführern (FAQ)
Die sieben häufigsten Fragen von GGF betreffen die Notwendigkeit einer Speziallösung, die vGA-Vermeidung, den Betriebsausgabenabzug, den Umgang mit privaten Altverträgen, den Unterschied zur U1-Umlage, die maximale Absicherungshöhe und den Schutz trotz Altersrente. Alle sieben Antworten finden Sie in den FAQ-Abschnitten unten.
Die meisten privaten Krankentagegeld-Tarife sind nicht auf die Besonderheiten eines GmbH-Geschäftsführer- Anstellungsvertrages abgestimmt. Das kann dazu führen, dass Ihre Versicherung im Krankheitsfall nicht leistet, wenn die Lohnfortzahlung durch die GmbH geregelt ist. Mit der Speziallösung DKV Tarif TL schließen Sie diese Versorgungslücke und sorgen für eine nahtlose und rechtssichere Absicherung.
Eine vGA liegt vor, wenn die GmbH Ihnen Vorteile gewährt, die einem fremden Dritten nicht gewährt worden wären. Wenn die GmbH Gehalt im Krankheitsfall ohne saubere vertragliche Basis zahlt, drohen Steuernachzahlungen. Die Lösung beinhaltet einen steuerberatergeprüften Nachtrag zum Anstellungsvertrag, der die Versicherung und die Lohnfortzahlung synchronisiert und dieses Risiko eliminiert.
Ja, das ist ein Kernvorteil. Da die GmbH Versicherungsnehmerin ist und die Leistung im Krankheitsfall als Rückdeckung an die GmbH fließt, sind die Beiträge zu 100 Prozent als Betriebsausgabe absetzbar. Dies reduziert die effektiven Kosten für Ihr Unternehmen erheblich. Die steuerliche Anerkennung im Einzelfall bestätigt Ihr Steuerberater.
Wir prüfen Ihren Altvertrag genau. Da die GmbH-Lösung (Tarif TL) die Brutto-Lohnfortzahlung sichert, würde ein privater Vertrag in dieser Zeit oft wegen des Bereicherungsverbots ruhen. Wir empfehlen, das private Krankentagegeld auf den 365. Tag zu verlegen, um Ihr Nettoeinkommen nach Ende der 12-monatigen Firmenfortzahlung abzusichern.
Gesellschafter-Geschäftsführer mit über 50 Prozent Beteiligung sind vom gesetzlichen U1-Verfahren ausgeschlossen. Die GmbH erhält also keine Erstattung der Lohnfortzahlung von der Krankenkasse. Der Tarif TL übernimmt genau diese Rolle der privaten U1-Erstattung für das Gehalt des Geschäftsführers.
Sie können bis zu 520 Euro pro Kalendertag absichern. Dies entspricht einem monatlichen Bruttogehalt von 15.600 Euro. Tantiemen werden bei dieser speziellen Rückdeckungslösung nicht berücksichtigt.
Ja. Solange Sie aktiv als Geschäftsführer tätig sind, kann die Absicherung trotz Rentenbezug bis zum 75. Lebensjahr fortgeführt werden. Die meisten anderen Tarife am Markt enden mit Beginn der Altersrente automatisch. Voraus- setzung ist, dass der Tarif TL vor dem 67. Lebensjahr abgeschlossen wurde.
Alle Themen für GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer
Vollständige Cluster-Übersicht
Cluster 1: Lohnfortzahlung und Dienstvertrag
Cluster 4: DKV Tarif TL und Rückdeckung
Cluster 5: Verdeckte Gewinnausschüttung und Steuern
Weitere GGF-Seiten
Über den Autor
Bodo Kopka
Bodo Kopka ist Gründer von Krankengelder.com und gilt als führender Experte für Krankentagegeld in Deutschland. Seit über 40 Jahren berät er Selbstständige, Freiberufler und GmbH-Geschäftsführer zur finanziellen Absicherung bei Krankheit und Arbeitsunfähigkeit.
Sein Ziel: Einkommensausfälle vermeiden, Genesung ermöglichen, die wirtschaftliche Existenz schützen. Auf diesem Blog finden Sie über 500 Fachartikel rund um Krankentagegeld und intelligente Vorsorgestrategien.