Die "6-Monats-Falle" im Geschäftsführer-Dienstvertrag
Zahlen Sie Beiträge für ein Krankentagegeld, das im Ernstfall gar nicht leistet? Wir decken den teuersten Fehler in GGF-Verträgen auf.
Der versteckte Konflikt zwischen Dienstvertrag und Versicherung
Die meisten GGF-Dienstverträge sehen eine Gehaltsfortzahlung von sechs Monaten vor. Das Problem: Viele Geschäftsführer haben privat ein Krankentagegeld versichert, das bereits ab dem 43. Tag leisten soll.
Das Resultat: Teure Null-Leistung
Da die GmbH laut Vertrag das Gehalt weiterzahlt, besteht versicherungsrechtlich kein Verdienstausfall. Die Versicherung zahlt trotz Beitragszahlung keinen Cent vor dem siebten Monat. Sie haben eine teure Doppelabsicherung ohne Nutzen.
Die Lösung: Risiko-Transfer auf die GmbH
Statt das Risiko privat zu tragen, lagert die GmbH das Risiko der Lohnfortzahlung aus. Das spart Steuern und massiv Beiträge.
Vorteile für die GmbH
- Betriebsausgabe: Die Beiträge sind voll absetzbar.
- Liquiditätsschutz: Das finanzielle Risiko bei Langzeitkrankheit ist weg.
- Bilanz-Klarheit: Keine unvorhersehbaren Gehaltskosten im Ernstfall.
Vorteile für Sie als GGF
- Beitragssenkung: Spürbar niedrigere Kosten durch optimierten Leistungsbeginn.
- Nahtloser Übergang: Gehalt und Tagegeld greifen exakt ineinander.
- Volle Absicherung: Auch Brutto-Einkommen bis zum 75. Lebensjahr möglich.
Beispiel: Jährliche Ersparnis von über 1.600 €
Für einen 47-jährigen Geschäftsführer mit 6.000 € Bruttogehalt sieht die Optimierung 2026 oft so aus:
| Modell | Status | Monatlicher Beitrag |
|---|---|---|
| Privat bezahlt (Fehlplanung) | Alt | ca. 184,40 € |
| Über GmbH optimiert (Tarif TL) | Neu | ca. 48,00 €* |
| Monatliche Ersparnis | 136,40 € | |
FAQ - Ihre Fragen
FAQ - Ihre Fragen
Was genau ist die „6-Monats-Falle“ für Geschäftsführer? Viele GGF-Dienstverträge vereinbaren eine Gehaltsfortzahlung von 6 Monaten. Wenn gleichzeitig eine private Krankentagegeld-Versicherung ab dem 43. Tag (6. Woche) besteht, entsteht eine teure Lücke: Da die GmbH das Gehalt weiterzahlt, liegt kein Verdienstausfall vor. Die Versicherung leistet daher trotz Beitragszahlung meist erst ab dem 7. Monat.
Warum zahlt die Versicherung im Ernstfall nicht früher? In der privaten Krankentagegeldversicherung gilt das Bereicherungsverbot. Da Sie durch die Fortzahlung Ihres Gehalts durch die GmbH keinen finanziellen Schaden erleiden, darf die Versicherung nicht zusätzlich leisten. Sie zahlen also jahrelang Beiträge für einen Zeitraum (Woche 7 bis Monat 6), in dem die Versicherung rechtlich gar nicht zahlen muss.
Welche Vorteile bietet der Risiko-Transfer auf die GmbH? Indem die GmbH das Risiko der Lohnfortzahlung übernimmt (z. B. über den Tarif TL), werden die Versicherungsbeiträge zu voll absetzbaren Betriebsausgaben. Zudem sinkt der persönliche Beitrag des Geschäftsführers massiv, da der Leistungsbeginn der privaten Versicherung auf den 7. Monat verschoben werden kann.
Wie hoch ist die Ersparnis durch eine Vertragsharmonierung? Wie unser Beispiel zeigt, kann ein 47-jähriger Geschäftsführer durch die Umstellung von einer privaten Fehlplanung auf ein optimiertes GmbH-Modell (Tarif TL) monatlich über 136 € sparen. Das entspricht einer jährlichen Ersparnis von mehr als 1.600 €, bei gleichzeitig rechtssicherer Absicherung.
Ist der Wechsel in den Tarif TL jederzeit möglich? Ja, eine Überprüfung und Optimierung des bestehenden Schutzes ist jederzeit möglich. Wichtig ist dabei die exakte Synchronisation zwischen den Klauseln im Dienstvertrag und den Versicherungsbedingungen, um vGA-Risiken (verdeckte Gewinnausschüttung) zu vermeiden und die Liquidität der GmbH zu schützen.
GGF-Spezial: Lohnfortzahlung rechtssicher regeln
Für Gesellschafter-Geschäftsführer gelten völlig andere Regeln als für normale Angestellte. Passt Ihre Lohnfortzahlung im Anstellungsvertrag exakt zum Krankentagegeld? Vermeiden Sie teure Fehlentscheidungen und steuerliche Risiken wie die verdeckte Gewinnausschüttung (vGA).
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