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Hallesche Krankentagegeld 2026: Tarife KT, FKT, MKT und KTAR im Experten-Check

Die Hallesche bietet vier spezialisierte Krankentagegeld-Tarife für verschiedene Berufsgruppen: den Standardtarif KT für Selbstständige und Arbeitnehmer, den FKT für Freiberufler nach §18 EStG, den MKT für Mediziner mit einem bemerkenswerten Tagessatz von bis zu 500 Euro sowie den KTAR als Lohnfortzahlungsersatz für GmbH-Geschäftsführer. Die Hallesche bietet vollständigen Kündigungsverzicht ohne Bedingungen und eine kulante Alkohol- und Suchtklausel. Wo sie strukturell zurückliegt, ist der früheste Leistungsbeginn: Für Selbstständige ist der 22. Tag der frühestmögliche Start, was in den ersten drei Wochen eine Deckungslücke erzeugt.

Marktposition Hallesche Krankentagegeld 2024

Die Hallesche ist ein etablierter Spezialanbieter mit starker Ausrichtung auf Freiberufler und Mediziner. Sie zählt nicht zu den acht größten Marktführern im Branchenmonitor Krankenversicherung 2025 der V.E.R.S. Leipzig GmbH, ist aber im Segment der Freiberufler und Kammerberufe ein relevanter Wettbewerber. Besonders der MKT-Tarif für Mediziner mit bis zu 500 Euro täglich ist ein Alleinstellungsmerkmal im Markt.

Die vier Tarife der Hallesche im Überblick

Die Hallesche bietet vier Tarife: KT für Selbstständige und Arbeitnehmer ab dem 22. Tag, FKT für Freiberufler ab dem 22. Tag, MKT für Mediziner ab dem 22. Tag mit bis zu 500 Euro täglich und KTAR für GmbH-Geschäftsführer ab dem 43. Tag als Lohnfortzahlungsersatz. Alle vier Tarife beinhalten einen vollständigen Kündigungsverzicht ohne Einschränkungen.

Tarif Zielgruppe Frühester Leistungsbeginn Max. Tagessatz
KT Selbstständige und Arbeitnehmer 22. Tag (S) / 43. Tag (AN) Marktüblich
FKT Freiberufler (§18 EStG) 22. Tag Marktüblich
MKT Mediziner (Ärzte, Zahnärzte) 22. Tag Bis 500 € täglich
KTAR GmbH-Geschäftsführer 43. Tag Lohnfortzahlungsersatz

Die Stärken der Hallesche: Kündigungsverzicht, MKT-Tagessatz und Alkoholklausel

Die Hallesche bietet drei relevante Stärken: einen vollständigen Kündigungsverzicht ohne Bedingungen für alle Versicherten, den MKT-Tarif für Mediziner mit bis zu 500 Euro täglich als einem der höchsten Tagessätze im Markt sowie eine besonders kulante Alkohol- und Suchtklausel mit Leistung auch bei Entziehungsmaßnahmen.

Stärke 1: Vollständiger Kündigungsverzicht ohne Bedingungen

Die Hallesche verzichtet vollständig auf ihr ordentliches Kündigungsrecht, für alle Versicherten und ohne jede Einschränkung. Es gibt keine Dreijahresfrist, nach der erst Schutz entsteht, und keine Bedingung einer Vollversicherung im Haus. Das unterscheidet die Hallesche positiv von der Allianz, Generali, AXA und Continentale, die den Kündigungsschutz an Bedingungen knüpfen oder in den ersten drei Jahren ausschließen. Mehr dazu: Ordentliches Kündigungsrecht in der Krankentagegeldversicherung.

Stärke 2: MKT-Tarif für Mediziner mit bis zu 500 Euro täglich

Der Mediziner-Tarif MKT der Hallesche ermöglicht Tagessätze bis zu 500 Euro täglich, entsprechend 15.000 Euro monatlich. Das ist einer der höchsten Tagessätze im Marktvergleich für Ärzte und Zahnärzte. Zum Vergleich: Die DKV-Spezialtarife für Kammerberufe ermöglichen bis zu 520 Euro täglich in der Niederlassungsphase, die Allianz im Tarif KTM bis zu 750 Euro täglich für Ärzte und Zahnärzte.

Für niedergelassene Ärzte und Zahnärzte mit hohem Einkommensniveau ist der MKT-Tarif damit ein ernstzunehmendes Angebot, das neben der DKV und Allianz steht. Der früheste Leistungsbeginn ist der 22. Tag, was für Mediziner mit laufenden Praxiskosten jedoch eine dreiwöchige Deckungslücke bedeutet, die durch Rücklagen überbrückt werden muss.

Stärke 3: Kulante Alkohol- und Suchtklausel

Die Hallesche bietet eine besonders kulante Regelung bei Suchterkrankungen. Alkoholbedingte Arbeitsunfähigkeit ist vollständig mitversichert. Darüber hinaus wird auch bei Entziehungsmaßnahmen aufgrund von Suchterkrankungen geleistet, was nicht alle Anbieter in diesem Umfang bieten. Die genauen Leistungsgrenzen und Bedingungen für Entziehungsmaßnahmen sollten im konkreten Beratungsfall geprüft werden.

Die strukturellen Schwächen: Später Leistungsbeginn und fehlender Frühschutz

Die entscheidende strukturelle Schwäche der Hallesche ist der früheste Leistungsbeginn: Für Selbstständige ist der 22. Tag der frühestmögliche Start. Ein Leistungsbeginn ab dem 4., 8. oder 15. Tag ist in keinem der Tarife verfügbar. Für Solo-Selbstständige ohne dreiwöchige Rücklagen erzeugt das eine gefährliche Liquiditätslücke in den ersten Wochen einer Erkrankung.

Schwäche 1: Kein Frühschutz ab dem 4., 8. oder 15. Tag

Der früheste Leistungsbeginn für Selbstständige und Freiberufler beträgt bei der Hallesche den 22. Tag. Das ist identisch mit dem schlechtesten Anbieter im Marktvergleich, der AXA. Zum Vergleich: DKV und Barmenia ab dem 4. Tag, Signal Iduna und HanseMerkur ab dem 8. Tag, Allianz ab dem 15. Tag. Die Hallesche bietet keinen dieser früheren Einstiegspunkte.

Für Solo-Selbstständige ohne Mitarbeiter bedeutet das: Die ersten 21 Tage einer Erkrankung müssen vollständig aus eigenen Mitteln überbrückt werden. Wer keine entsprechenden Rücklagen hat, gerät in dieser Phase in ernsthafte Liquiditätsprobleme, auch wenn der Tarif im Leistungsfall ab dem 22. Tag solide schützt.

Schwäche 2: Allgemeine Wartezeit von drei Monaten

Wie bei den meisten Anbietern gilt auch bei der Hallesche eine allgemeine Wartezeit von drei Monaten. Sie entfällt bei Unfällen. Das bedeutet: Wer in den ersten drei Monaten nach Vertragsabschluss erkrankt, erhält kein Krankentagegeld, es sei denn, die Erkrankung ist Folge eines Unfalls.

Schwäche 3: Frühster Leistungsbeginn MKT auch nur ab dem 22. Tag

Auch der Mediziner-Tarif MKT bietet keinen früheren Leistungsbeginn als den 22. Tag. Das ist für niedergelassene Ärzte mit laufenden Praxiskosten, die täglich entstehen, ein struktureller Nachteil. Die DKV bietet für Mediziner in der Niederlassungsphase einen Leistungsbeginn ab dem 4. Tag für 130 Euro täglich und ab dem 8. Tag für weitere 390 Euro täglich. Damit ist der DKV-Frühschutz für Mediziner umfangreicher als das Hallesche-Angebot, auch wenn der Hallesche-Tagessatz mit 500 Euro am oberen Ende liegt.

Hallesche vs. DKV: Der direkte Vergleich für Selbstständige und Mediziner

Hallesche und DKV teilen den vollständigen Kündigungsverzicht. Die DKV ist strukturell überlegen beim frühesten Leistungsbeginn (4. statt 22. Tag), beim nahtlosen BU-Übergang und bei der Gründerregelung. Die Hallesche ist mit dem MKT-Tarif bis zu 500 Euro täglich ein relevanter Wettbewerber für Mediziner mit hohem Absicherungsbedarf.

Kriterium Hallesche DKV KTN2 / Spezialtarife
Frühester Leistungsbeginn Selbstständige 22. Tag 4. Tag, ohne Vollversicherungspflicht
Frühester Leistungsbeginn Mediziner 22. Tag (MKT) 4. Tag (130 €) + 8. Tag (390 €)
Maximaler Tagessatz Mediziner 500 € täglich (MKT) 520 € täglich (Niederlassungsphase)
Ordentliches Kündigungsrecht Vollständiger Verzicht, ohne Bedingungen Vollständiger Verzicht ab Tag 1
Alkohol- und Suchtklausel Sehr kulant, auch bei Entziehungsmaßnahmen Leistung inklusive
Tarif für GGF KTAR ab dem 43. Tag Tarif TL als Rückdeckungsversicherung
Gründerregelung Nicht explizit vorhanden Bis 140 € täglich ohne Einkommensnachweis
Nahtloser BU-Übergang Nicht systemisch verankert DKV/ERGO-System koordiniert

Welche Krankentagegeld-Tarife bietet die Hallesche an?

Die Hallesche bietet vier spezialisierte Tarife: KT für Selbstständige und Arbeitnehmer mit frühestem Leistungsbeginn ab dem 22. Tag, FKT für Freiberufler nach §18 EStG ebenfalls ab dem 22. Tag, MKT für Mediziner mit bis zu 500 Euro täglich ab dem 22. Tag sowie KTAR für GmbH-Geschäftsführer als Lohnfortzahlungsersatz ab dem 43. Tag. Alle vier Tarife beinhalten einen vollständigen Kündigungsverzicht ohne Bedingungen.

Verzichtet die Hallesche auf das ordentliche Kündigungsrecht?

Ja, vollständig und ohne Bedingungen. Die Hallesche verzichtet in allen ihren Tarifen auf das ordentliche Kündigungsrecht, für alle Versicherten und ohne Voraussetzung einer Vollversicherung. Es gibt keine Dreijahresfrist und keine Bedingungen. Das unterscheidet die Hallesche positiv von Allianz, Generali, AXA und Continentale, die den Kündigungsschutz an Bedingungen knüpfen.

Was ist besonders am Hallesche MKT-Tarif für Mediziner?

Der MKT-Tarif ermöglicht niedergelassenen Ärzten und Zahnärzten Tagessätze bis zu 500 Euro täglich, entsprechend 15.000 Euro monatlich. Das ist einer der höchsten Tagessätze im Marktvergleich für Mediziner. Der früheste Leistungsbeginn beträgt jedoch den 22. Tag, was eine dreiwöchige Deckungslücke erzeugt. Die DKV bietet für Mediziner in der Niederlassungsphase einen Leistungsbeginn ab dem 4. Tag.

Ab welchem Tag leistet die Hallesche für Selbstständige?

Der früheste Leistungsbeginn für Selbstständige und Freiberufler beträgt bei der Hallesche den 22. Tag der Arbeitsunfähigkeit. Ein früherer Leistungsbeginn ab dem 4., 8. oder 15. Tag ist in keinem der Tarife verfügbar. Für Solo-Selbstständige ohne dreiwöchige Rücklagen erzeugt das eine gefährliche Liquiditätslücke in den ersten Wochen einer Erkrankung.

Was ist der Hallesche KTAR-Tarif für GmbH-Geschäftsführer?

Der KTAR-Tarif ist als Lohnfortzahlungsersatz für GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer konzipiert. Er leistet ab dem 43. Tag und schließt die Lücke, die nach dem Ende der GmbH-Lohnfortzahlung entsteht. Für GGF, die ihre Absicherung über die GmbH strukturieren möchten, bietet die DKV mit dem Tarif TL eine steuerlich effizientere Lösung, bei der die GmbH Versicherungsnehmerin ist und die Beiträge als Betriebsausgaben absetzt.

Für wen ist die Hallesche beim Krankentagegeld empfehlenswert?

Die Hallesche ist besonders interessant für niedergelassene Ärzte und Zahnärzte mit hohem Absicherungsbedarf, die den MKT-Tarif mit bis zu 500 Euro täglich und vollständigem Kündigungsverzicht suchen. Für Selbstständige ohne ausreichende Rücklagen für drei Wochen ist der späte Leistungsbeginn ab dem 22. Tag strukturell problematisch. In diesem Fall sind DKV, Barmenia oder Signal Iduna mit früherem Leistungsbeginn die bessere Wahl.

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Bodo Kopka - Experte für Krankentagegeld

Über den Autor

Bodo Kopka

Bodo Kopka ist Gründer von Krankengelder.com und gilt als führender Experte für Krankentagegeld in Deutschland. Seit über 40 Jahren berät er Selbstständige, Freiberufler und GmbH-Geschäftsführer zur finanziellen Absicherung bei Krankheit und Arbeitsunfähigkeit.

Sein Ziel: Einkommensausfälle vermeiden, Genesung ermöglichen, die wirtschaftliche Existenz schützen. Auf diesem Blog finden Sie über 500 Fachartikel rund um Krankentagegeld und intelligente Vorsorgestrategien.

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