Zum Hauptinhalt springen
STRATEGIE-ANALYSE

Krankentagegeld-Aus mit 65? Die unterschätzte Lücke Ihrer Planung.

Warum die meisten Policen enden, wenn Sie sie am dringendsten brauchen – und wie Sie die Annahmegarantie nutzen.


Immer wieder erhalte ich Nachrichten von Versicherten, dass ihr Krankentagegeld mit dem Bezug der Altersrente automatisch endet. Wer jedoch als Freiberufler oder GGF über das 65. Lebensjahr hinaus tätig bleibt, läuft ohne Vorsorge in eine gefährliche Liquiditätsfalle.

Der Fall Generali: Ein Weckruf für Freiberufler

Kürzlich schrieb mir ein Psychotherapeut: „Die Generali hat mir mitgeteilt, dass mein Krankentagegeld mit Erreichen des 65. Lebensjahres ausläuft. Ich arbeite aber noch voll in meiner Praxis.“

Hintergrund: In 95% der Tarife gilt § 15 der Musterbedingungen (MB/KT). Das Tagegeld endet mit der Altersrente, spätestens mit 65. Wer die Entwicklung auf 67 Jahre nicht mitgemacht hat (wie die Generali), lässt seine Kunden im Regen stehen.


Der Gesundheits-Joker: Annahmegarantie trotz Vorerkrankungen

Normalerweise ist der Neuabschluss einer Versicherung mit 65 Jahren fast unmöglich. Vorerkrankungen führen in diesem Alter fast immer zur Ablehnung oder zu massiven Zuschlägen.

Das Recht auf Weiterversicherung (§ 196 VVG)

Das Gesetz schützt Sie: Wenn Ihr Vertrag mit 65 endet, muss der Versicherer Ihnen ein Angebot bis zum 70. Lebensjahr machen.

  • Keine Risikoprüfung: Der Versicherer darf keine Gesundheitsfragen stellen.
  • Keine Wartezeiten: Der Schutz gilt sofort.
  • Annahmegarantie: Auch bei schweren Vorerkrankungen darf der Antrag nicht abgelehnt werden.

Wichtig: Der Antrag muss spätestens 2 Monate nach Vollendung des 65. Lebensjahres gestellt werden!

Wo ist der Haken? Die Kostenfalle.

Obwohl Sie ein Recht auf Annahme haben, bedeutet "Neuabschluss" auch: Neues Eintrittsalter. Sie verlieren Ihre mühsam aufgebauten Alterungsrückstellungen.

Beitrags-Vergleich Monatlich
Tarif mit 30 Jahren abgeschlossen ca. 157 €
Neuabschluss mit 65 (trotz Garantie) ca. 672 €

Die DKV-Lösung: Fortführung statt Neuabschluss

Die DKV bietet für Kammerberufe Tarife an, die **nicht** mit 65 enden. Hier entfällt der teure Neuabschluss, da der Vertrag einfach bis 70 (oder auf Antrag bis 75) fortgeführt wird. Der Beitrag bleibt stabil.

Bodo Kopka

Bodos Fazit als Auditor

Die Annahmegarantie des § 196 VVG ist Ihr Rettungsschirm, wenn Vorerkrankungen einen normalen Wechsel verhindern. Aber: Sie ist teuer. Wer klug ist, wechselt in einen DKV-Spezialtarif, bevor das 65. Lebensjahr erreicht ist.

Hält Ihr Krankentagegeld mit Ihrer Lebensplanung Schritt?

ZUR ANALYSE FÜR FREIBERUFLER →
Bodo Kopka - Experte für Krankentagegeld

Über den Autor

Bodo Kopka

Bodo Kopka ist Gründer von Krankengelder.com und gilt als führender Experte für Krankentagegeld in Deutschland. Seit über 40 Jahren berät er Selbstständige, Freiberufler und GmbH-Geschäftsführer zur finanziellen Absicherung bei Krankheit und Arbeitsunfähigkeit.

Sein Ziel: Einkommensausfälle vermeiden, Genesung ermöglichen, die wirtschaftliche Existenz schützen. Auf diesem Blog finden Sie über 500 Fachartikel rund um Krankentagegeld und intelligente Vorsorgestrategien.

👉 Vernetzen Sie sich mit Bodo Kopka auf LinkedIn