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Welche Rolle spielt die Beitragsbemessungsgrenze bei der Berechnung des gesetzlichen Krankengeldes und wie beeinflusst sie meine Einkommenslücke?

Die Beitragsbemessungsgrenze begrenzt das Einkommen, das zur Berechnung des Krankengeldes herangezogen wird. Verdienen Sie mehr, wächst Ihre Einkommenslücke deutlich, da Ihr höheres Gehalt nicht berücksichtigt wird.

Problemstellung/Grundlagen

Das gesetzliche Krankengeld orientiert sich am Bruttoeinkommen, berücksichtigt jedoch maximal die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze. Einkommen oberhalb dieser Grenze bleibt bei der Berechnung unberücksichtigt.

Damit ist für Gutverdiener automatisch eine finanzielle Lücke vorprogrammiert: Sie zahlen zwar Beiträge auf Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze, erhalten aber kein höheres Krankengeld, wenn ihr Gehalt darüber hinausgeht.

Je höher das Einkommen über dieser Grenze liegt, desto größer fällt die Versorgungslücke im Krankheitsfall aus.

Das macht private Krankentagegeldversicherungen besonders wichtig, um auch Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze abzusichern.

Lösungsansatz/Details

Die Auswirkungen der Beitragsbemessungsgrenze:

  • Berechnungsbasis: Krankengeld entspricht einem prozentualen Anteil des letzten beitragspflichtigen Bruttoeinkommens, jedoch maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
  • Deckelung: Auch wenn Sie deutlich mehr verdienen, steigt das Krankengeld nicht über den Höchstsatz hinaus.
  • Folge: Je höher Ihr Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze, desto größer die monatliche Differenz zwischen regulärem Nettoeinkommen und gezahltem Krankengeld.
  • Progressionseffekt: Krankengeld ist zwar steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt, was den Nettoeffekt zusätzlich schmälert.

Ein Beispiel: Ein Arbeitnehmer mit Einkommen deutlich oberhalb der Grenze erhält trotzdem nur Krankengeld in Höhe des Maximalwertes – unabhängig vom tatsächlichen Gehalt.

Die persönliche Lücke können Sie in wenigen Minuten mit dem Krankengeldrechner berechnen.

Fazit/Handlungsempfehlung

Die Beitragsbemessungsgrenze spielt eine zentrale Rolle bei der Berechnung des Krankengeldes. Sie sorgt dafür, dass Einkommen oberhalb der Grenze nicht abgesichert ist.

Für Arbeitnehmer mit durchschnittlichem Einkommen bedeutet dies oft eine moderate, für Gutverdiener jedoch eine erhebliche Einkommenslücke.

Private Krankentagegeldversicherungen schließen diese Lücke gezielt und stellen sicher, dass auch Einkommen oberhalb der Grenze abgesichert ist.

Prüfen Sie daher unbedingt, wie groß Ihre persönliche Lücke ist und passen Sie Ihre Absicherung entsprechend an.

Weitere häufige Fragen

Bodo Kopka - Experte für Krankentagegeld

Über den Autor

Bodo Kopka

Bodo Kopka ist Gründer von Krankengelder.com und gilt als führender Experte für Krankentagegeld in Deutschland. Seit über 40 Jahren berät er Selbstständige, Freiberufler und GmbH-Geschäftsführer zur finanziellen Absicherung bei Krankheit und Arbeitsunfähigkeit.

Sein Ziel: Einkommensausfälle vermeiden, Genesung ermöglichen, die wirtschaftliche Existenz schützen. Auf diesem Blog finden Sie über 500 Fachartikel rund um Krankentagegeld und intelligente Vorsorgestrategien.

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