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Wie hoch kann ich mein Gehalt absichern?

Im GmbH-Krankentagegeld können Geschäftsführer bis zu 520 EUR pro Tag absichern. Bei Neugründungen sind bis zu 140 EUR pro Tag möglich. Entscheidend ist das Bruttogehalt.

Problemstellung/Grundlagen

Für Gesellschafter Geschäftsführer (GGF) ist es entscheidend, im Krankheitsfall ihr Gehalt zuverlässig abzusichern. Da kein Anspruch auf gesetzliches Krankengeld besteht, muss die GmbH über den Arbeitsvertrag eine Lohnfortzahlung zusagen und diese über ein Krankentagegeld absichern.

Die Höhe der Absicherung hängt direkt vom Bruttogehalt ab. Wichtig ist, dass kein überhöhter Schutz vereinbart wird. Die Versicherung orientiert sich immer an den tatsächlichen Einkünften. Hier greift das sogenannte Bereicherungsverbot.

Ein häufiger Fehler: Zu niedrige Tagessätze. Diese führen im Ernstfall zu spürbaren Einkommenslücken. Daher sollte die Absicherung realistisch und bedarfsgerecht festgelegt werden.

Gerade bei Gehaltserhöhungen oder Vertragsänderungen muss das Krankentagegeld regelmäßig überprüft und angepasst werden.

Lösungsansatz/Details

Die maximale Höhe des Krankentagegeldes für GGF richtet sich nach dem Bruttoeinkommen. Typische Regelungen sind:

  • Maximalleistung: Bis zu 520 EUR pro Tag sind versicherbar, was einem Bruttoeinkommen von etwa 15.600 EUR pro Monat entspricht.
  • Neugründungen (UG oder GmbH): Begrenzte Einstiegsabsicherung von bis zu 140 EUR pro Tag möglich. Typisch sind Staffelungen, z. B. 55 EUR ab dem 4. Tag plus 85 EUR ab dem 8. Tag.
  • Individuelle Anpassung: Bei einem Bruttogehalt von 6.000 EUR sind etwa 200 EUR pro Tag absicherbar. Niedrigere Summen sind möglich, werden aber nicht empfohlen, da sie zu Lücken führen.
  • Bereicherungsverbot: Mehr als das Bruttogehalt darf nicht abgesichert werden. Die Leistung ist auf das Bruttogehalt des Geschäftsführers begrenzt.

Die Höhe sollte so gewählt werden, dass sie das Gehalt realistisch abbildet und Liquiditätsengpässe vermeidet. Höhere Tagessätze sind vor allem für Geschäftsführer großer GmbHs relevant, die ein hohes Bruttogehalt beziehen.

Fazit/Handlungsempfehlung

Das Gehalt eines GGF lässt sich über das Krankentagegeld flexibel, bis zur Höhe des tatsächlichen Bruttogehalts. Der maximale Tagessatz liegt bei 520 EUR, für Neugründungen bei 140 EUR.

Wer sein Einkommen zuverlässig schützen will, sollte den Tagessatz realistisch berechnen und nicht zu niedrig ansetzen. Nur so wird verhindert, dass im Krankheitsfall deutliche finanzielle Lücken entstehen.

Regelmäßige Überprüfung bei Gehaltserhöhungen und Vertragsänderungen ist Pflicht, um die Absicherung aktuell zu halten.

Empfehlung: Mit einem Krankengeldrechner prüfen, welche Summe notwendig ist, und die Police entsprechend anpassen.

Weitere häufige Fragen

Bodo Kopka - Experte für Krankentagegeld

Über den Autor

Bodo Kopka

Bodo Kopka ist Gründer von Krankengelder.com und gilt als führender Experte für Krankentagegeld in Deutschland. Seit über 40 Jahren berät er Selbstständige, Freiberufler und GmbH-Geschäftsführer zur finanziellen Absicherung bei Krankheit und Arbeitsunfähigkeit.

Sein Ziel: Einkommensausfälle vermeiden, Genesung ermöglichen, die wirtschaftliche Existenz schützen. Auf diesem Blog finden Sie über 500 Fachartikel rund um Krankentagegeld und intelligente Vorsorgestrategien.

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