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Wie wird das von der GmbH gezahlte Krankentagegeld steuerlich behandelt?

Die Beiträge zum Krankentagegeld sind bei richtiger Gestaltung für die GmbH als Betriebsausgabe absetzbar und gelten beim GGF nicht als geldwerter Vorteil, sofern alle Voraussetzungen erfüllt sind.

Problemstellung/Grundlagen

Viele Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF) möchten sich über eine Krankentagegeldversicherung gegen Verdienstausfälle im Krankheitsfall absichern. Wenn die GmbH die Beiträge übernimmt, stellt sich die Frage nach der steuerlichen Behandlung. Werden die Beiträge als Betriebsausgabe anerkannt? Und entstehen dem GGF dadurch steuerpflichtige Vorteile?

Grundsätzlich gilt: Nur wenn die Zahlungen betrieblich veranlasst und fremdüblich sind, erkennt das Finanzamt die Beiträge als Betriebsausgabe an. Gleichzeitig muss vermieden werden, dass die Leistung als geldwerter Vorteil gewertet wird, was zu einer Versteuerung auf Ebene des GGF führen würde.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Vertragsgestaltung und der tatsächlichen Durchführung. Fehler in diesem Bereich können zur Aberkennung der Betriebsausgaben oder gar zu verdeckten Gewinnausschüttungen führen.

Daher ist eine präzise rechtliche und steuerliche Strukturierung essenziell, um Vorteile voll auszuschöpfen und Risiken zu vermeiden.

Lösungsansatz/Details

Damit das von der GmbH finanzierte Krankentagegeld steuerlich anerkannt wird, müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein. Im Idealfall wird die Versicherung als Rückdeckungsmodell genutzt: Die GmbH verpflichtet sich arbeitsvertraglich zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und sichert dieses Risiko durch eine private Krankentagegeldversicherung ab.

  • Vertragliche Grundlage: Die Zahlung der GmbH muss arbeitsvertraglich eindeutig geregelt sein.
  • Betriebliche Veranlassung: Die Absicherung dient dem Schutz der GmbH vor finanziellen Belastungen und ist daher betrieblich motiviert.
  • Fremdvergleich: Die Regelung sollte einem Fremdvergleich standhalten, also auch zwischen unabhängigen Dritten üblich sein.
  • Keine Direktzahlung: Die Versicherung darf nicht auf den GGF persönlich laufen, sondern auf die GmbH.
  • Leistungsauszahlung: Die Leistung fließt an die GmbH, nicht direkt an den GGF.

Werden diese Punkte erfüllt, sind die Beiträge für die GmbH als Betriebsausgabe abziehbar und lösen beim GGF keinen geldwerten Vorteil aus.

Fazit/Handlungsempfehlung

Das von der GmbH gezahlte Krankentagegeld kann steuerlich optimal gestaltet werden, wenn alle Rahmenbedingungen stimmen. Wichtig ist eine klare arbeitsvertragliche Vereinbarung, eine fremdübliche Gestaltung und die korrekte versicherungstechnische Umsetzung.

Richtig umgesetzt, entsteht kein geldwerter Vorteil für den GGF, und die GmbH kann die Beiträge steuerlich voll ansetzen. Eine saubere Dokumentation und rechtliche Beratung sind hierbei unerlässlich.

Insbesondere Rückdeckungsmodelle mit klarer Trennung zwischen Versicherungsnehmer, Beitragsträger und Leistungsbezieher bieten hier hohe Rechtssicherheit und steuerliche Effizienz.

Empfehlung: Bestehende Lösungen regelmäßig überprüfen und bei Bedarf mit Experten anpassen, um Haftungsrisiken und steuerliche Nachteile zu vermeiden.

Weitere häufige Fragen

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Bodo Kopka - Experte für Krankentagegeld

Über den Autor

Bodo Kopka

Bodo Kopka ist Gründer von Krankengelder.com und gilt als führender Experte für Krankentagegeld in Deutschland. Seit über 40 Jahren berät er Selbstständige, Freiberufler und GmbH-Geschäftsführer zur finanziellen Absicherung bei Krankheit und Arbeitsunfähigkeit.

Sein Ziel: Einkommensausfälle vermeiden, Genesung ermöglichen, die wirtschaftliche Existenz schützen. Auf diesem Blog finden Sie über 500 Fachartikel rund um Krankentagegeld und intelligente Vorsorgestrategien.

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