Unfallversicherung für GmbH Geschäftsführer 

Die günstigste Unfallversicherung für GmbH Geschäftsführer

Eine Unfallversicherung gehört für Gesellschafter Geschäftsführer einer GmbH zur Standardabsicherung gegen Invalidität. Viel Geschäftsführer bezahlen diese von Ihrem Nettogehalt. Dabei gibt es eine günstigere Möglichkeit.

Gesellschafter Geschäftsführer sind in der Regel nicht in der Berufsgenossenschaft versichert. Dort sind die Mitarbeiter der GmbH versicherungspflichtig. Die Gesellschafter Geschäftsführer einer GmbH nicht. Allerdings kann er dort freiwilliges Mitglied werden.

 

BG (Berufsgenossenschaft) zahlt nur bei Arbeits- und Wegeunfällen

Ein Nachteil hat die Absicherung über die Berufsgenossenschaft für den GmbH-Geschäftsführer. Dort ist er nur versichert, wenn Unfälle während der Arbeitszeit und auf dem direkten Weg von und zur Arbeit passieren. Am Wochenende und in der Freizeit ist der GmbH-Geschäftsführer nicht über die Unfallversicherung der Berufsgenossenschaft versichert.

 

Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob dies die günstigste Lösung ist?

Wie sicherlich denken können, ist dies nicht die günstigste Lösung für den Gesellschafter Geschäftsführer einer GmbH.

Die bessere Absicherung dann bietet eine private Unfallversicherung. Dort sind Sie als Gesellschafter Geschäftsführer 24 Stunden rund um die Uhr weltweit versichert. Neben Arbeits- und Wegeunfälle sind auch alle Freizeitunfälle mitversichert. Außerdem können Sie Ihre Unfallversicherung individuell an Ihre Gegebenheiten anpassen. Welche Möglichkeiten es hier gibt, darüber habe ich ein extra Artikel geschrieben.

 

 

Was macht die Unfallabsicherung für den GmbH-Geschäftsführer so günstig?

 

 

 

Absicherung gegen Invalidität wird Betriebsausgabe

Bei der richtigen Gestaltung Ihres Arbeitsvertrages können Sie die Beiträge vier Unfallversicherungen als Betriebsausgabe über Ihre GmbH absetzen. 

 

Wie kann diese Regelung in Ihrem Arbeitsvertrag aussehen? Ein Text-Vorschlag:

 

"Die Ge­sell­schaft ver­pflich­tet sich da­zu, für den Ge­schäfts­füh­rers ei­ne Un­fall­ver­si­che­rung mit ei­ner De­ckungs­sum­me von min­des­tens .......... EUR für den In­va­li­di­täts­fall ab­zu­schlie­ßen und wäh­rend der Lauf­zeit die­ses Ver­tra­ges der­ge­stalt auf­recht zu er­hal­ten, dass der Ge­schäfts­füh­rer ge­gen­über der Ver­si­che­rung nicht direkt Anspruchsberechtigt ist."

 

 

Besonders wichtig ist der letzte Teil der Vereinbarung. Hier wird davon gesprochen, dass der Geschäftsführer im Leistungsfall nicht direkt Anspruchsberechtigt ist gegenüber dem Versicherer. 

 

GmbH Geschäftsführer sollten in der Unfallversicherung keinen direkten Anspruch vereinbaren

Dies ist nur im Falle steuerliche Behandlung von Beiträgen und Leistungen bei der betrieblichen Risiko-Gruppen-Unfallversicherung. Die einkommens-/lohnsteuerrechtliche Behandlung von Beiträgen und Leistungen aus Unfallversicherungen des Arbeitgebers (GmbH) zugunsten seiner Arbeitnehmer (Geschäftsführer) richtet sich nach dem Erlass des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 28.10.2009. 

Maßgeblich für die steuerliche Behandlung ist dabei, wer die Rechte aus dem Versicherungsvertrag ausüben kann, d.h. insbesondere wer die Versicherungsleistungen vom Versicherer fordern kann. Dies richtet sich danach, ob in dem Vertrag zugunsten des Arbeitnehmers (Geschäftsführers) ein Direktanspruch vereinbart ist oder nicht.

Die vom Arbeitgeber (GmbH) laufend gezahlten Beiträge sind kein Arbeitslohn und unterliegen zum Zeitpunkt der Beitragszahlung nicht dem Lohnsteuerabzug. Im Leistungsfall kommt es dafür zu einer nachgelagerten Besteuerung der Beiträge: 

 

 

Steuerliche Behandlung im Leistungsfall für die GmbH

Im Leistungsfall steht die Ausübung der Rechte dem Arbeitgeber (GmbH) zu. Da es sich bei dem GmbH-Gesellschafter Geschäftsführer gleichzeitig um den Arbeitgeber handelt, sollte dieses kein großes Problem sein. Bei dieser Gestaltung sind die gezahlten Beiträge in die Unfallversicherung für die Firma (GMBH) Betriebsausgaben. Der GmbH Geschäftsführer muss keinerlei Beiträge von seinem Nettoeinkommen bezahlen.

Der Arbeitgeber ist grundsätzlich verpflichtet Versicherungsleistungen an den Arbeitnehmer weiterzuleiten. Damit sind diese nur ein „durchlaufender“ Posten und berühren den Unternehmensgewinn nicht.

 

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Krankentagegeld für GmbH Geschäftsführer 


Was muss der GmbH Geschäftsführer im Leistungsfall versteuern?

  • Kapitalzahlung: diese ist für den Geschäftsführer steuerfrei. Lediglich die bis zum Eintritt des Unfalls geleisteten Beiträge müssen dann vom GmbH Geschäftsführer versteuert werden. Ein Beispiel: die Unfallversicherung für den GmbH-Geschäftsführer kostet monatlich 50 € also im Jahr 600 €. Am Ende des siebten Jahres verunfallt der Geschäftsführer aufgrund eines Freizeitunfalls. Aufgrund bleibende Schäden erhält er 180.000 €. In diesem Fall werden 600 € × 7 Jahre also 4200 € dem Bruttogehalt des GesellschaftersGeschäftsführers in Form von Barlohn zugeschlagen. Dieses 4200 € muss der Geschäftsführer nach seinem individuellen Steuersatz versteuern. Dies würde bei einem persönlichen Steuersatz von 40 % bedeuten, dass er für 180.000 € Invaliditätsleistung lediglich (4200 € × 40 %) 1.680 € Steuern zahlen muss.

 

  • Lebenslange Rente: wird die Unfallversicherung in Form einer lebenslangen Unfallrente gezahlt, dann muss der Geschäftsführer diese mit ihrem altersabhängigem Ertragsanteil versteuern. Diese Regelung gilt übrigens auch für privat gezahlte Unfallversicherungen. Kommen Sie zum Beispiel ab dem 40. Lebensjahr eine lebenslange Rente aus ihrer Unfallversicherung, dann müssen Sie hier vor 40 % versteuern. Ein Beispiel: sie erhalten monatlich 1000 € Rente. Von dieser Rente müssen Sie 40 % bei ihrer Steuererklärung angeben. In diesem Fall wäre uns 400 € und bei einem persönlichen Steuersatz von 30 % hätten Sie dann 120 € Steuern zu zahlen. Somit blieben von der vereinbarten monatlichen Rente von 1000 € 880 € übrig.Sind Sie bei Beginn der Rente 50 Jahre, dann müssen sie nur 30 % bei Ihrer Steuererklärung angeben. Mit anderen Worten, je später der Unfall passiert, desto niedriger ist die zu versteuernde Rente.

 

  • Todesfall-Leistungen: an Hinterbliebene sind erbschaftsteuerpflichtig. Für nahe Angehörige sieht das Erbschaftsteuergesetz aber relativ hohe Freibeträge vor. Regel wird dies zu keiner Versteuerung führen.

 

 

Noch ein besonderer Tipp: bieten Sie Ihren Mitarbeitern eine zusätzliche Unfallversicherung

Lassen Sie sich, wenn Sie Mitarbeiter haben, ein Angebot zur Firmen-Unfallversicherung erstellen.  Viele Gesellschaften bieten ab drei Personen vergünstigte Unfallversicherungsbeiträge an. Da kann es durchaus sein, dass Sie die Leistung für Ihre Mitarbeiter für fast umsonst bekommen. Darüber hinaus bieten Sie Ihren wichtigen Mitarbeiter noch zusätzliche Sozialleistungen an, die sie von vielen anderen Arbeitgebern unterscheidet. Wenn ihre Frau oder Familienangehörige in Ihrem Betrieb mitarbeiten, können Sie diese sehr preisgünstig ebenfalls über diese Unfallversicherung absichern.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier....

 

 

Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der Aussagen zur steuerlichen Behandlung. Maßgeblich ist das BMF-Schreiben vom 28.10.2009 (IV C 5-S2332/09/10004). Sie sollten in jedem Fall vor einer Entscheidung einen Steuerberater zu Rate ziehen.

 

 

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