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Barmenia Krankentagegeld mit vereinfachter Gesundheitsprüfung 2026: Tarif T42+ für Arbeitnehmer
Die Barmenia Krankenversicherung bietet pflichtversicherten Arbeitnehmern mit Vorerkrankungen eine besondere Lösung: Der Tarif T42+ ermöglicht den Abschluss einer privaten Krankentagegeldversicherung mit nur einer vereinfachten Gesundheitsfrage. Dieser Artikel zeigt, wer den Tarif beantragen kann, welche Vorerkrankungen zur Ablehnung führen und welche Alternativen es gibt.
Wer kann das Barmenia Krankentagegeld mit vereinfachter Gesundheitsprüfung beantragen?
Der Barmenia Tarif T42+ richtet sich ausschließlich an pflichtversicherte GKV-Arbeitnehmer mit einem Bruttoeinkommen bis zur Versicherungspflichtgrenze von 5.512,50 Euro monatlich. Antragsteller dürfen nicht älter als 54 Jahre sein und dürfen noch keine Krankentagegeldabsicherung bei der Barmenia haben. Selbstständige und freiwillig Versicherte sind von diesem Tarif ausgeschlossen.
Der Tarif T42+ ist speziell für Arbeitnehmer konzipiert, die aufgrund von Vorerkrankungen bei einer regulären Gesundheitsprüfung Schwierigkeiten hätten, eine private Krankentagegeldversicherung abzuschließen. Die vereinfachte Annahme macht diesen Tarif für eine Zielgruppe zugänglich, die am Markt sonst kaum Alternativen findet.
Folgende Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein:
- Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung mit einem Bruttoeinkommen bis maximal 5.512,50 Euro monatlich. Freiwillig versicherte Arbeitnehmer sind ausgeschlossen.
- Das Eintrittsalter bei Antragstellung darf 54 Jahre nicht überschreiten. Maßgebend ist das Kalenderjahr des Versicherungsbeginns abzüglich des Geburtsjahres.
- Es darf noch keine Krankentagegeldabsicherung bei der Barmenia bestehen. Bestandskunden der Barmenia mit einem laufenden Krankentagegeld-Vertrag können diesen Tarif nicht zusätzlich beantragen.
- In den letzten fünf Jahren vor Antragstellung darf keine der definierten Ausschlusserkrankungen bestanden haben oder bestehen.
Welche Vorerkrankungen führen zur Ablehnung des Antrags?
Die Barmenia schließt Antragsteller mit bestimmten schwerwiegenden Vorerkrankungen aus den letzten fünf Jahren aus. Dazu zählen unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Tumorerkrankungen, psychische Erkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapparats. Eine Arthrose oder ein Bandscheibenvorfall sind in der Regel kein Ausschlussgrund und können mit einem Risikozuschlag mitversichert werden.
Die vollständige Ausschlussliste der Barmenia umfasst eine Vielzahl von Diagnosen. Wer eine der aufgeführten Erkrankungen in den letzten fünf Jahren vor Antragstellung hatte oder aktuell hat, wird vom Tarif T42+ abgelehnt. Es empfiehlt sich in jedem Fall eine vertrauliche Voranfrage, bevor ein formeller Antrag gestellt wird. Ein abgelehnter Antrag wird im HIS-System der Versicherer vermerkt und kann spätere Antragstellungen bei anderen Gesellschaften erschweren.
Zusätzlich zur Vorerkrankungsfrage stellt die Barmenia drei weitere Ausschlussfragen:
- Besteht derzeit eine Arbeitsunfähigkeit? Wer zum Zeitpunkt der Antragstellung krankgeschrieben ist, wird abgelehnt.
- Besteht Berufs-, Dienst- oder Erwerbsunfähigkeit, oder wurde ein entsprechender Antrag auf Leistungen gestellt?
- Besteht Pflegebedürftigkeit, oder wurde ein Antrag auf Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung gestellt?
Eine Ja-Antwort auf eine dieser drei Fragen führt zur automatischen Ablehnung des Antrags.
Was leistet der Barmenia Tarif T42+ im Leistungsfall?
Der Tarif T42+ zahlt ein tägliches Krankentagegeld zwischen 5 und 25 Euro ab dem 43. Krankheitstag. Er ergänzt damit das gesetzliche Krankengeld der GKV und schließt die Lücke zwischen dem gedeckelten Krankengeld und dem tatsächlichen Nettoeinkommen. Die Leistung ist steuerfrei und wird ohne Abzüge ausgezahlt.
Der Tarif T42+ leistet ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit, also genau dann, wenn das gesetzliche Krankengeld der Krankenkasse einsetzt. Für Arbeitnehmer bedeutet das: Die ersten sechs Wochen übernimmt der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung, ab der siebten Woche zahlt die Krankenkasse das gesetzliche Krankengeld, und der Tarif T42+ zahlt zusätzlich das vereinbarte Krankentagegeld auf dieses auf.
Die versicherbare Tagessatzhöhe liegt zwischen 5 und 25 Euro täglich. Das entspricht einer monatlichen Zusatzleistung von maximal 750 Euro. Für Arbeitnehmer mit höheren Einkommenslücken reicht dieser Tarif allein nicht aus. Er ist als Einstiegslösung für Versicherte mit Vorerkrankungen zu verstehen, nicht als vollständiger Einkommensersatz.
Wichtig: Das private Krankentagegeld darf zusammen mit dem gesetzlichen Krankengeld das tatsächliche Nettoeinkommen nicht übersteigen. Das Bereicherungsverbot gilt auch hier. Wer also bereits durch das gesetzliche Krankengeld nahezu vollständig abgesichert ist, sollte die versicherbare Höhe entsprechend kalkulieren lassen.
Die Leistung aus dem Tarif T42+ wird steuerfrei ausgezahlt und unterliegt nicht dem Progressionsvorbehalt. Im Gegensatz dazu unterliegt das gesetzliche Krankengeld dem Progressionsvorbehalt und kann die Steuerlast erhöhen.
Ein weiterer wichtiger Hinweis: Die private Krankentagegeldversicherung unterliegt dem ordentlichen Kündigungsrecht des Versicherers. Arbeitnehmer sollten beim Abschluss prüfen, ob und unter welchen Bedingungen die Barmenia von diesem Recht Gebrauch machen kann. Im Tarif T42+ ist der Kündigungsschutz nicht identisch mit dem des Mediziner-Tarifs TM+, der in den ersten drei Jahren auf dieses Recht verzichtet.
Die Beiträge des Tarifs T42+
Die Beiträge des Tarifs T42+ richten sich nach Eintrittsalter und gewähltem Tagessatz zwischen 5 und 25 Euro. Da der Tarif eine vereinfachte Gesundheitsprüfung verwendet, liegen die Beiträge in der Regel über denen eines regulären Tarifs mit vollständiger Gesundheitsprüfung. Die konkreten Beitragssätze entnehmen Sie der aktuellen Beitragsübersicht der Barmenia.
Da die Beitragsübersicht der Barmenia regelmäßig aktualisiert wird, empfehle ich eine individuelle Berechnung auf Basis Ihres Eintrittsalters und des gewünschten Tagessatzes. Fordern Sie hierzu ein persönliches Angebot an.
Welche Alternativen gibt es bei Ablehnung durch den Tarif T42+?
Wer durch den Tarif T42+ abgelehnt wird, sollte zunächst prüfen, ob ein regulärer Tarif mit Risikozuschlag möglich ist. Als letzte Option steht ein Krankentagegeld ohne Gesundheitsprüfung zur Verfügung. Alternativ bietet die Kooperation zwischen der gesetzlichen Krankenkasse BIG direkt gesund und der DKV eine Lösung ohne Gesundheitsfragen.
Wer aufgrund schwerwiegender Vorerkrankungen auch den Tarif T42+ nicht abschließen kann, hat folgende Optionen:
- Regulärer Tarif mit Risikozuschlag. Manche Vorerkrankungen wie Arthrose oder Bandscheibenvorfall sind kein automatischer Ausschlussgrund. Ein Risikozuschlag ist häufig günstiger als ein Tarif ohne Gesundheitsfragen. Immer zuerst prüfen lassen, bevor auf einen Tarif ohne Gesundheitsprüfung ausgewichen wird.
- Leistungsausschluss für bestimmte Erkrankungen. Als Kompromiss kann ein Tarif mit Leistungsausschluss für die betroffene Vorerkrankung abgeschlossen werden. Alle anderen Erkrankungen sind dann versichert. Das ist besser als gar kein Schutz.
- Krankentagegeld ohne Gesundheitsprüfung. Als letzte Möglichkeit steht ein Tarif ohne jede Gesundheitsfrage zur Verfügung. Diese Tarife sind in der Regel teurer und haben andere Einschränkungen. Sie sollten nur dann gewählt werden, wenn alle anderen Wege geschlossen sind.
- BIG direkt gesund und DKV. Wer Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse BIG direkt gesund ist oder einen Wechsel dorthin in Betracht zieht, kann über die Kooperation mit der DKV ein ergänzendes Krankentagegeld ohne Gesundheitsfragen beantragen. Sprechen Sie mich hierzu direkt an.
Fazit: Für wen ist der Barmenia Tarif T42+ die richtige Wahl?
Der Barmenia Tarif T42+ ist eine sinnvolle Lösung für pflichtversicherte Arbeitnehmer mit leichteren Vorerkrankungen, die am regulären Markt keinen vollständigen Versicherungsschutz erhalten. Er ist kein vollständiger Einkommensersatz, aber ein wichtiger erster Schritt zur Absicherung der Einkommenslücke nach der Lohnfortzahlung. Wer gesund ist, sollte immer zuerst einen regulären Tarif mit vollständiger Gesundheitsprüfung prüfen.
Der Tarif T42+ schließt eine wichtige Versorgungslücke für Arbeitnehmer, die anderswo keine Krankentagegeldversicherung erhalten. Die vereinfachte Gesundheitsprüfung ist sein zentraler Vorteil. Seine Grenzen liegen im niedrigen maximalen Tagessatz von 25 Euro und in der Beschränkung auf pflichtversicherte Arbeitnehmer unter 55 Jahren.
Wer gesund ist und eine umfassendere Absicherung sucht, findet beim DKV Tarif KTAG eine leistungsstärkere und flexiblere Lösung. Dieser sichert die vollständige Einkommenslücke nach der sechswöchigen Lohnfortzahlung des Arbeitgebers ab und ist individuell auf das tatsächliche Nettoeinkommen anpassbar.
Fordern Sie jetzt Ihr persönliches Angebot an und erfahren Sie, welcher Tarif zu Ihrer Situation passt.
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Häufige Fragen zum Barmenia Krankentagegeld mit vereinfachter Gesundheitsprüfung
Wer kann den Barmenia Tarif T42+ beantragen?
Der Tarif T42+ können ausschließlich pflichtversicherte GKV-Arbeitnehmer beantragen, deren Bruttoeinkommen die Versicherungspflichtgrenze von 5.512,50 Euro monatlich nicht übersteigt. Das Eintrittsalter darf 54 Jahre nicht überschreiten. Selbstständige, freiwillig Versicherte und Bestandskunden der Barmenia mit bestehendem Krankentagegeld-Vertrag sind ausgeschlossen.
Ab wann zahlt der Barmenia Tarif T42+?
Der Tarif T42+ leistet ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit. Er setzt damit genau dann ein, wenn das gesetzliche Krankengeld der Krankenkasse beginnt. Die ersten sechs Wochen übernimmt der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung, ab der siebten Woche zahlt die Krankenkasse das gesetzliche Krankengeld, und der Tarif T42+ zahlt zusätzlich den vereinbarten Tagessatz.
Wie hoch ist das Krankentagegeld beim Barmenia Tarif T42+?
Der versicherbare Tagessatz liegt zwischen 5 und 25 Euro täglich. Das entspricht einer monatlichen Zusatzleistung von maximal 750 Euro. Der Tarif ist als Ergänzung zum gesetzlichen Krankengeld konzipiert, nicht als vollständiger Einkommensersatz. Das private Krankentagegeld darf zusammen mit dem gesetzlichen Krankengeld das tatsächliche Nettoeinkommen nicht übersteigen.
Ist das Krankentagegeld aus dem Tarif T42+ steuerpflichtig?
Nein. Das private Krankentagegeld aus dem Tarif T42+ wird steuerfrei ausgezahlt und unterliegt nicht dem Progressionsvorbehalt. Das gesetzliche Krankengeld der Krankenkasse hingegen unterliegt dem Progressionsvorbehalt und kann die Steuerlast im Leistungsjahr erhöhen.
Was passiert, wenn der Antrag beim Tarif T42+ abgelehnt wird?
Bei einer Ablehnung durch den Tarif T42+ sollten zunächst ein regulärer Tarif mit Risikozuschlag und ein Tarif mit Leistungsausschluss für die betroffene Erkrankung geprüft werden. Als letzte Option steht ein Krankentagegeld ohne Gesundheitsprüfung zur Verfügung. Alternativ bietet die Kooperation zwischen der gesetzlichen Krankenkasse BIG direkt gesund und der DKV eine Lösung ohne Gesundheitsfragen. Wichtig: Vor einem formellen Antrag immer eine vertrauliche Voranfrage stellen, um einen negativen HIS-Eintrag zu vermeiden.
Kann der Versicherer den Tarif T42+ kündigen?
Private Krankentagegeldversicherungen unterliegen grundsätzlich dem ordentlichen Kündigungsrecht des Versicherers unter bestimmten Voraussetzungen. Beim Tarif T42+ ist kein genereller Verzicht auf das ordentliche Kündigungsrecht vereinbart, wie er etwa beim Barmenia Mediziner-Tarif TM+ in den ersten drei Jahren gilt. Es empfiehlt sich, die genauen Kündigungsbedingungen vor Abschluss zu prüfen.
Über den Autor
Bodo Kopka
Bodo Kopka ist Gründer von Krankengelder.com und gilt als führender Experte für Krankentagegeld in Deutschland. Seit über 40 Jahren berät er Selbstständige, Freiberufler und GmbH-Geschäftsführer zur finanziellen Absicherung bei Krankheit und Arbeitsunfähigkeit.
Sein Ziel: Einkommensausfälle vermeiden, Genesung ermöglichen, die wirtschaftliche Existenz schützen. Auf diesem Blog finden Sie über 500 Fachartikel rund um Krankentagegeld und intelligente Vorsorgestrategien.