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Warum sind zwei Drittel aller Geschäftsführer bei Arbeitsunfähigkeit unterversichert?

Zwei Drittel aller Geschäftsführer sind unterversichert, weil sie keine vertraglich gesicherte Lohnfortzahlung haben oder ihr Krankentagegeld zu niedrig angesetzt ist. Ohne Anpassung an das aktuelle Gehalt entsteht im Krankheitsfall schnell eine gefährliche Versorgungslücke.

Problemstellung/Grundlagen

Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF) haben in den meisten Fällen keinen Anspruch auf gesetzliches Krankengeld. Ihre Einkommenssicherung im Krankheitsfall hängt allein von vertraglichen Regelungen und einer passenden Versicherung ab.

In der Praxis zeigt sich jedoch: Rund zwei Drittel aller Geschäftsführer sind nicht ausreichend abgesichert. Die Ursachen liegen meist in fehlenden oder unzureichenden Vereinbarungen zur Lohnfortzahlung im Geschäftsführervertrag sowie in falsch dimensionierten Krankentagegeldversicherungen.

Ohne klar geregelte Absicherung drohen bereits nach wenigen Wochen Liquiditätsprobleme – sowohl für die GmbH als auch für den Geschäftsführer privat.

Besonders riskant: Viele GGF verlassen sich auf Standardlösungen oder veraltete Verträge, die nicht mehr zu ihrer aktuellen Einkommenssituation passen.

Lösungsansatz/Details

Die häufigsten Ursachen für Unterversicherung sind:

  • Fehlende Vertragsregelung: Im Geschäftsführervertrag ist oft nur eine sechswöchige Lohnfortzahlung vorgesehen, zu kurz für eine nachhaltige Absicherung.
  • Zu niedriges Krankentagegeld: Viele Policen decken nur einen Bruchteil des tatsächlichen Bruttogehalts ab, oft deutlich unter Bedarf.
  • Keine Anpassung bei Gehaltserhöhungen: Das Krankentagegeld wird selten nachgezogen, wenn das Gehalt steigt. Dadurch entsteht automatisch eine Lücke.
  • Fehlende Abstimmung: Vertragsdauer, Karenzzeit und Leistungshöhe sind häufig nicht aufeinander abgestimmt.

Beispiel: Ein Geschäftsführer verdient 6.000 EUR brutto im Monat. Ohne korrekt berechnetes Krankentagegeld erhält er im Krankheitsfall vielleicht nur 100 EUR pro Tag. Notwendig wären jedoch rund 200 EUR, um das Gehalt realistisch abzusichern.

Fazit/Handlungsempfehlung

Unterversicherung ist bei GGF kein Einzelfall, sondern weit verbreitet. Fehlende Anpassungen, zu kurze Leistungszeiträume und ungenügende Tagessätze führen zu gefährlichen Einkommenslücken.

Empfehlung: Prüfen Sie regelmäßig Ihren Geschäftsführervertrag und passen Sie die Lohnfortzahlung auf mindestens 12 Monate an. Stimmen Sie das Krankentagegeld darauf ab und wählen Sie eine Höhe, die dem Bruttogehalt entspricht.

So sichern Sie nicht nur Ihr persönliches Einkommen, sondern auch die Liquidität Ihrer GmbH.

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Weitere häufige Fragen

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Bodo Kopka - Experte für Krankentagegeld

Über den Autor

Bodo Kopka

Bodo Kopka ist Gründer von Krankengelder.com und gilt als führender Experte für Krankentagegeld in Deutschland. Seit über 40 Jahren berät er Selbstständige, Freiberufler und GmbH-Geschäftsführer zur finanziellen Absicherung bei Krankheit und Arbeitsunfähigkeit.

Sein Ziel: Einkommensausfälle vermeiden, Genesung ermöglichen, die wirtschaftliche Existenz schützen. Auf diesem Blog finden Sie über 500 Fachartikel rund um Krankentagegeld und intelligente Vorsorgestrategien.

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