Wie kann die Kombination aus GmbH-Lohnfortzahlung, GmbH-Krankentagegeld und privatem Krankentagegeld optimal aufeinander abgestimmt werden, um lückenlosen Schutz zu gewährleisten?
Ein lückenloser Schutz entsteht durch die abgestimmte Kombination: GmbH-Lohnfortzahlung per Vertrag, rückgedecktes GmbH-Krankentagegeld zur Finanzierung und ergänzend privates Krankentagegeld sowie eine Berufsunfähigkeitsrente.
Problemstellung/Grundlagen
Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF) stehen im Krankheitsfall oft vor einer Versorgungslücke. Gesetzliches Krankengeld gibt es in der Regel nicht, und eine Absicherung durch die GmbH ist ohne gezielte Struktur oft unvollständig. Wird keine passende Absicherung getroffen, drohen empfindliche Einkommensausfälle, insbesondere bei längerer Erkrankung.
Typische Risiken ergeben sich aus der fehlenden oder nur kurzfristigen Lohnfortzahlung der GmbH sowie aus dem Missverhältnis zwischen tatsächlichem Bedarf und bestehender Krankentagegelddeckung. Auch Doppelversicherungen oder Leistungslücken sind keine Seltenheit.
Um dem vorzubeugen, ist ein exakt abgestimmtes Konzept erforderlich, das sowohl rechtlich sauber als auch steuerlich vorteilhaft gestaltet ist.
Ein solches Schutzkonzept besteht idealerweise aus mehreren Säulen, die aufeinander abgestimmt sind und sich gegenseitig ergänzen.
Lösungsansatz/Details
Für einen durchgehenden Schutz im Krankheitsfall empfiehlt sich eine Kombination aus:
- GmbH-Lohnfortzahlung: Im Geschäftsführervertrag sollte eine Lohnfortzahlung von mindestens 12 Monaten vereinbart werden. Sie bildet die Grundlage für die Einkommenssicherung.
- GmbH-Krankentagegeldversicherung: Diese Versicherung wird von der GmbH abgeschlossen, finanziert und empfangen. Sie dient der Rückdeckung der Lohnfortzahlung und ist für die GmbH steuerneutral, da sie lediglich den Gehaltsfluss sichert.
- Privates Krankentagegeld: Dieses wird vom GGF selbst bezahlt und beginnt erst nach 12 Monaten zu leisten. Da die Wartezeit sehr lang ist, sind die Beiträge äußerst günstig.
- Private Berufsunfähigkeitsrente: Eine vom GGF privat finanzierte Berufsunfähigkeitsversicherung schließt nach Ablauf des Krankentagegeldes an und sorgt für einen nahtlosen Übergang im Falle dauerhafter Arbeitsunfähigkeit.
So greifen alle Bausteine ineinander: Die GmbH sichert die ersten 12 Monate ab, danach übernimmt das private Krankentagegeld und schließlich die Berufsunfähigkeitsrente bei dauerhaftem Ausfall.
Fazit/Handlungsempfehlung
Die Kombination aus GmbH-Lohnfortzahlung, GmbH-Krankentagegeld, privatem Krankentagegeld und einer Berufsunfähigkeitsrente bietet eine durchgängige Einkommenssicherung. Sie verbindet steuerliche Neutralität für die GmbH mit finanzieller Sicherheit für den GGF.
Entscheidend ist die richtige zeitliche Abstimmung der Bausteine, damit keine Leistungslücken entstehen. Durch die lange Wartezeit beim privaten Krankentagegeld sind die Kosten sehr gering, sodass die Kombination besonders effizient ist.
Eine zusätzliche Berufsunfähigkeitsrente sichert den Lebensstandard langfristig ab, falls eine dauerhafte Einschränkung vorliegt.
Empfehlung: Lassen Sie Ihr Absicherungskonzept von einem spezialisierten Berater prüfen, um rechtssichere Verträge, steuerliche Vorteile und lückenlosen Schutz zu gewährleisten.
