Krankengeld für Selbstständige & GGF: Was gilt 2026?
Vergessen Sie veraltete Infos. Hier ist der kaufmännische Status quo für Unternehmer und Geschäftsführer in der gesetzlichen Krankenkasse.
GKV-Krankengeld: Die Deckelung 2026
Selbstständige und Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF), die den allgemeinen Beitragssatz wählen, haben Anspruch auf Krankengeld ab dem 43. Tag. Doch die Rechnung geht für viele nicht auf:
Das Leistungs-Maximum
Das Krankengeld ist gesetzlich limitiert. Im Jahr 2026 liegt der Höchstbetrag bei 135,63 EUR pro Kalendertag. Alles, was Ihr Netto-Bedarf darüber liegt, müssen Sie aus eigener Tasche finanzieren.
Die Zeit-Falle
Nach maximal 78 Wochen innerhalb von 3 Jahren (abzüglich 6 Wochen Lohnfortzahlung) endet die Zahlung für dieselbe Diagnose. Wer chronisch krank wird, steht nach 72 Wochen Krankengeld ohne Einkommen da.
Kaufmännische Bewertung
Vorteile der GKV
- Keine Gesundheitsprüfung: Der einzige Weg für Personen mit schweren Vorerkrankungen.
- Beitrag nach Einkommen: In wirtschaftlich schwachen Zeiten sinkt die Prämie mit dem Gewinn.
- Mutterschutz: Enthält oft Leistungen für Schwangere (Mutterschaftsgeld).
Nachteile & Risiken
- Progressionsvorbehalt: Das Geld ist nicht steuerfrei – es erhöht Ihre Steuerlast am Jahresende.
- 3-Jahres-Bindung: Wahltarife binden Sie oft 3 Jahre lang unwiderruflich an die Kasse.
- Fixkosten-Risiko: Der Höchstsatz von 135,63 € deckt bei vielen Unternehmern kaum die laufenden Betriebskosten.
Mein Experten-Rat für 2026:
Verlassen Sie sich als Selbstständiger oder GGF nicht allein auf die gesetzliche Kasse. Die Lücke zwischen dem GKV-Höchstsatz und Ihrem realen Bedarf ist bei Gutverdienern oft riesig. Eine private Krankentagegeld-Ergänzung ist kaufmännisch sinnvoll, da sie steuerfrei leistet, keine zeitliche Begrenzung auf 78 Wochen kennt und individuell auf Ihren Gewinn maßgeschneidert werden kann.
Lücke schließen oder Bindung riskieren?
Wir berechnen Ihre individuelle Versorgungslücke 2026 und finden die Lösung, die zu Ihrer kaufmännischen Verantwortung passt.